Schon brav GEZahlt?

Her mit den Gebühren - Die Vorleser brauchen Motivation!

Ein Kommentar von Simon Engelkes | Samstag, 15. Oktober 2011

Mich stimmt nachdenklich, dass sich heutejournal-Sprecher Claus Kleber - das ZDF-Gesicht für Nachrichten - ein Gehalt von 600.000 Euro pro Jahr freuen darf. Gezahlt von den deutschen Gebührenzahlerinnen und Gebührenzahlern. Bundeskanzlerin Merkel hingegen, muss sich mit läppischen 261.500 Euro zufrieden geben.
Die Entlohnung von Medienmogul (ja, bei dem Gehalt kann man ihn durchaus so nennen) Claus ist sogar derart hoch, dass er aufgrund der Gehaltshöhensperre in der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung nun als freier Mitarbeiter engagiert werden muss. Damit gibt er den Posten des Chefredakteurs der heute-Redaktion ab und jubelt über seinen Traumlohn. Sein Chef, ZDF-Intendant Markus Schächter hingegen kann über sein Jahresgehalt von rund 250.000 Euro nur schmollen. Es kann eben nicht jeder so schön vom Telepromter ablesen wie unser Claus. Und weil er das des Öfteren mit schön wenig Verhaspelungen hinbekommt, darf er sich auf Bürgerkosten eine goldene Nase verdienen. Gönnt es ihm! Bei „Tagesthemen“-Moderator Tom Buhrow, dem smarten Nachrichtenvertreter der ARD, kommen die Intendanten billiger weg: Er erhält nur etwa 300.000 Euro Jahresverdienst.

Monica Lierhaus, die "Cash-Queen der ARD", wie der Medien-Branchendienst MEEDIA die ehemalige Sportschau-Moderatorin betitelte, toppt mit ihrem unverschämten Einkommen in Höhe von 875.000 Euro allerdings jeden. Da bleibt einem doch der Atem stocken. Lierhaus, die später zur Ikone der ARD-Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“ auserkoren wurde, sorgte für viele hundert Kündigungen der Lotterie-Abonnements. Es gibt also zum Glück auch noch kritische Verbraucher. Daumen hoch und Brieftasche auf. Bei der nächsten Sendung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk einfach mal überlegen: Ist die Arbeit solche horrende Summen Wert?

Über den Autor

Simon Engelkes

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Simon Engelkes schreibt für uns aus der Hauptstadt, mit journalistischer Leidenschaft und einem Gespür für die wesentlichen Aspekte im politischen und medialen Geschehen. Mit einer Prise Humor und einer Messerspitze Zynismus gelingt es ihm, den Leser sowohl zu unterhalten, als auch zum Nachdenken zu bewegen.

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